
Elvira ist eine junge Frau, die schon immer vom Tod fasziniert ist. Sie lebt in der kleinen irischen Stadt „Kilraven“ und landet als Nachruf-Schreiberin bei der Lokalzeitung. Sie sucht und findet ihren Stil, nachdem sie dazu übergeht „Vorrufe“ zu schreiben, sich also noch zu Lebzeiten mit den Menschen befasst und ggf. Gespräche mit ihnen führen kann. Und dann könnte man ja eventuell etwas nachhelfen … Elvira entdeckt ihre Lust am Morden. Obwohl alles natürlich zufällig aussehen muss, Kilraven ist eine kleine Stadt. Sie hat eine beste Freundin Mallory, die ebenfalls etwas lost ist und mit dem neuen Kriminalreporter Emerson anbändelt, den Elvira ebenfalls gut findet. Emerson ist aber nicht ohne Grund bei der Zeitung gelandet – er soll (heimlich) in Clives Auftrag – dem todkranken, gefeuerten Ex-Reporter – den ungelösten Mordfall an Maria Riedle aufklären und damit Clives Lebenswerk beenden. Außerdem lebt Elvira bei ihrem liebenswerten, aber alkoholkranken Vater Ward, den sie unterstützen muss.
Elvira bekommt Hate-Mail. Der Brief macht ihr sehr zu schaffen und sie macht sich auf die Suche nach der Verfasserin. Bald stößt sie auf Peggy Brunswick, die unter Schluckauf leidet und allein in einem Haus wohnt. Elvira ersinnt einen tödlichen Plan, um sich an ihr zu rächen. Dummerweise stirbt Peggy überraschend vorher eines natürlichen Todes. Elvira erfährt im Laufe der Geschichte, dass Veronica Sloan, die im Postamt arbeitet, dort Geld stiehlt. Sie steckt Emerson die Geschichte, der damit wiederum zu der Polizistin Rose geht und einen Deal aushandelt: Er bekommt die Akten vom Fall Maria Riedle, Rose darf Veronica dafür verhaften und den Erfolg für sich verbuchen. Doch Veronica ist tot – alles deutet auf Selbstmord hin. Wie praktisch, dass Elvira schon einen schönen Nachruf verfasst hat. Chefredakteur Hughie ist mir ihrer Arbeit sehr zufrieden. Ward Clancy erzählt Emerson von der Nacht, in der Maria Riedle starb. Aber er deutet die Dinge nur an, etwas Schlimmes muss passiert sein, denn seit dieser Nacht trinkt er. Elvira trifft auf den Teenager Denis Riley, der offenbar beobachtet hat, was wirklich passiert ist, als Sandy von den Klippen gestürzt ist. Was will Denis? Elvira schwant Übles.
Elvira wird von dem Schüler Denis erpresst. Er hat gesehen, wie sie den unsympathischen Sandy von der Klippe gestoßen hat. Denis will aber kein Geld, sondern einen Mord, denn er wird selbst wegen eines Sexvideos erpresst und hält die Scham nicht mehr aus. Der Plan der Beiden geht schief und Elvira sieht sich nun gezwungen, ihrerseits Denis zu erpressen, damit er den Mund hält über ihre wahre Natur. Clive gesteht unterdessen Emerson, dass er ihn nur benutzt hat, um an die Akte von Maria Riedle zu kommen. Er hält ihren Ehemann doch nicht für schuldig. Emerson trifft sich mit Daniel und die beiden rollen den Fall intern neu auf. Daniel hat mehr Informationen, als in den Akten stehen. Mallory scheint doch involvierter zu sein als gedacht. Ward geht endlich zu den Anonymen Alkoholikern und lernt dort Jackie kennen. Er verliebt sich ein bisschen und die beiden wollen zusammen nüchtern bleiben. Hughie hat ein Treffen mit Oisín, der ein altes Gewehr zu ihm bringt. Es scheint sich um die Mordwaffe zu handeln. Hughie ist bereit, viel Geld für Oisíns Schweigen zu zahlen, auch er scheint also Mitschuld an dem ungelösten Mord an Maria Riedle zu tragen.
Mallory und Elvira umkreisen sich misstrauisch, während Elvira sich selbst davon überzeugen will, dass sie kein Monster ist. Als sie dem frisch aus der Haft entlassenen George Slammon begegnet, glaubt sie, ein ideales zukünftiges Opfer gefunden zu haben. Fahrlässige Tötung – er hatte betrunken einen Mann und seine Tochter umgefahren. Ist das nicht Grund genug, um auf Elviras Todesliste zu landen? Sie findet schon und macht sich auf, die Frau kennenzulernen, die damals Mann und Kind verloren hat – Trauertherapeutin Christine Churchyard. Trauer und Depression – Elvira, deren Mutter bei ihrer Geburt starb, hat in deren Praxis mehr verloren, als ihr lieb ist. Und sie kann das Gerede von Vergeben und Verzeihen kaum ertragen. Oder wie sie es sagt, ehrlich wäre: ‚An jedem Tag, den er lebt, bin ich tot‘. Hughie Burns macht eine überraschende Entdeckung, als er versucht auf eigene Faust Licht ins Dunkle um Maria Riedles Tod zu bringen.
Hughie schickt Emerson auf eine Straf-Recherche, bei der am Ende 1.000 Wörter für den Kilraven Chronicle entstehen sollen – er soll die schrullige Landwirtin Dolly Stenson nach einer verschwundenen Gans befragen. Sie zwingt ihn, die Gans erst wiederzubringen, bevor sie ihm weitere Infos zur Mordnacht an Maria Riedle liefert. Mallory weiß zu viel. Elvira spielt mit dem Gedanken, sie unauffällig durch einen allergischen Schock aus dem Weg zu räumen. Stichwort Erdnussallergie. Aber im letzten Moment packt sie doch etwas Gutes in ihrem Inneren und sie rettet Mallory. Emerson sieht Elvira in ihrem Blutrausch – ihm schwant, dass Elvira eine dunkle Seite hat.
Endlich kommt Licht ins Dunkel der Mordnacht. Maria Riedle wollte Kilraven mit dem Bus verlassen, aber in dieser Nacht wurde ihre Handtasche in der Bar gestohlen. Hughie glaubt, den Fall gelöst zu haben und versucht die Polizistin Rose von seinen Ergebnissen zu überzeugen. Doch er gerät selbst unter Verdacht und wird in Untersuchungshaft genommen. Der tot geglaubte Sandy Benson taucht wieder auf und sorgt für großes Aufsehen. Nicht nur wird klar, dass seine Krebsdiagnose, mit der er sich finanzielle Unterstützung erschlichen hatte, erlogen war – er scheint sich auch an die Begegnung mit Elvira an den Klippen zu erinnern. Sie ist alarmiert und besucht die Bensons mit perfekt hintertriebener Empathiefassade.