
Im Umfeld des Blutritts mit über 3000 Pferden wird Marlene Stöhr von einer Armbrust angeschossen. Marlene hat den Anschlag überlebt, wird aber in ein künstliches Koma versetzt. Marlenes Sohn Oliver ist vor wenigen Tagen an den Bodensee zurückgekehrt. Er hatte versucht, sich den Vorwürfen seiner Familie zu entziehen, die ihm die Schuld an dem Tod seiner Patentante vor einem Jahr anlastet. Seine Patentante war damals bei einem Brand im Gestüt gemeinsam mit einem wertvollen Zuchthengst umgekommen, den Marlene kurz vor ihrem Tod glaubte, beim Blutritt lebendig gesehen zu haben. Dem Rätsel um das angeblich verbrannte Pferd, Olivers einfacher Herkunft und den Verhältnissen in der reichen Gestüt-Welt, in der seine Mutter Marlene für seine Patentante arbeitete, gehen Oberländer und Zeiler nach und nach auf den Grund. Als Marlene dann bei einem zweiten Anschlag stirbt, ist Oliver verzweifelt auf der Suche nach einem Schuldigen.
Was als Mutprobe beginnt, wird für drei Kinder aus einem nahe gelegenen Ferienlager zum Schreckensmoment. Heimlich betreten sie die seit Jahren unbewohnte Villa. Sie wollen sich selbst davon überzeugen, dass es dort wirklich spukt. Doch statt Gespenstern zu begegnen, werden sie Zeugen des Kampfes zwischen Jakob Stocking und dem Bauunternehmer Ingo Hauer, bei dem Letzterer durch einen Messerstich getötet wird. Als der mutmaßliche Täter Jakob Stocking in Begleitung der jungen Anwältin Mia Burgstaller an den Tatort zurückkehrt, um sich zu stellen, beginnen sich für Micha Oberländer und Hannah Zeiler die Fragen zu häufen. Jakob Stocking will das Opfer nicht gekannt haben, sagt aber aus, dass Hauer ihn angegriffen und er aus reiner Notwehr gehandelt habe. Wer hat die mysteriöse SMS an Jakob geschickt, die ihn überhaupt erst zu der alten Villa gelockt hat? Und welche Rolle spielt Anwältin Mia Burgstaller, die nicht nur mit Albert Hauer, dem Sohn des getöteten Bauunternehmers, verlobt ist, sondern deren Tochter Sophia erst kürzlich versucht hat, sich im Garten der Villa zu erhängen, und seitdem im Wachkoma liegt. Hinzu kommt, dass Mia Burgstaller die Eigentümerin der alten Villa ist. Als Mia im Alter von zwölf Jahren von einem Wochenende bei ihrem leiblichen Vater Paul zurückkehrte, waren ihre Mutter sowie ihr Stiefvater und ihr dreijähriger Halbbruder spurlos verschwunden. Ein Trauma, das Mia bis heute nicht ganz verarbeitet hat. Mia Burgstaller hadert zunächst, ob sie Jakob Stockings Mandat annehmen soll. Da sie aber daran zweifelt, dass ihre Tochter wirklich versucht hat, sich das Leben zu nehmen, sieht sie den Fall als Chance, aufzuklären, was wirklich mit Sophia an diesem geheimnisvollen Ort passiert ist.
Hannah Zeiler und Micha Oberländer finden ein frisch geborenes Baby, das in einem Körbchen auf dem Wasser treibt. Eine Nachricht darin bestätigt das Unfassbare: Die Mutter des Kindes ist Rita Hafner, die vor gut sechs Monaten spurlos verschwand und von der die Kommissare bisher annahmen, dass sie einem Mord zum Opfer gefallen ist. Hauptverdächtiger war der vormals gefeierte Opernstar Veit Steindl, der eine außereheliche Beziehung mit Rita Hafner führte. Immer tiefer tauchen die Kommissare in historische Überlieferungen, rätselhafte Symbole und dunkle Legenden ein, mit nur einem Ziel: Rita Hafner zu retten. Als dann im Zuge der Ermittlungen auch Zeiler in die Fänge des Täters gerät, gibt es für Oberländer und Komlatschek keine Regeln mehr. Zeiler und die Vermisste müssen aus den Fängen ihres wahnsinnigen Peinigers befreit werden, bevor es zu spät und sie dem mystischen Ritual des Seelenkreises zum Opfer fallen.
Völlig verstört taucht die junge Lisa Schwegelin im Präsidium auf und berichtet von einem Mord beim jährlichen Geistertanz in Bregenz, dazu kann sie eine detaillierte Beschreibung des Opfers geben. Doch etwas geht nicht auf. Der Umzug hat noch gar nicht stattgefunden und ein Toter mit Stichverletzungen wurde der Polizei auch nicht gemeldet. Micha Oberländer hält Lisas Erzählung für Unfug. Hannah Zeiler hingegen lässt die junge Frau mit der Vision nicht los. Nur wenige Stunden später ist Hubert Droste, der der Mann aus Lisas Vision, tot – erstochen, genau wie Lisa es beschrieben hat. Für Oberländer macht Lisa das zur Verdächtigen, aber Zeiler hat ihre Zweifel. Sie glaubt der aufgelösten Lisa, den Mann nie gesehen zu haben.
Am frühen Morgen findet Forstarbeiter Oliver Schlösser Hoppes Leiche, aufgespießt von einem der Pfähle seiner historischen Wolfsfalle. Die Gastwirtin Melanie Bodenbach, in deren Pension Hoppe übernachtete, will nichts von seiner verbotenen Jagd auf den Wolf gewusst haben. Seltsam verhält sich Melanies Sohn Timmy, den die Kommissare dabei erwischen, wie er mit dem Laptop des Toten abhaut. Auch Timmys Großmutter Ruth Lamprecht, Besitzerin des Forstes, wo der Mord geschah, gibt den Ermittlern Rätsel auf. Obwohl der Wolf immer wieder Lämmer aus ihrer Schafherde reißt, spricht sie sich strikt gegen den Abschuss des Tieres aus. Auch der Tierschützer Pit Adams, der sich genau wie Ruth für den Schutz des Wolfes stark macht und an dem zu Oberländers Unbehagen ausgerechnet seine Tochter Luna Gefallen gefunden hat, gerät in Verdacht. Alles scheint mit allen zusammenzuhängen, doch wer ist Wolf und wer nur Lamm? Auf dem Weg zur Lösung des Falls müssen Zeiler und Oberländer tief graben.